Mangoldtarte mit Linsenboden

Herzhaft & warm

Mangoldtarte mit roten Linsen

Mangoldtarte

Mangold leuchtet bei mir im Beet in den herrlichsten Herbstfarben – genießen kann ich ihn vom Frühjahr an. Mangold (Beta vulgaris) ist, wie die lateinische Bezeichnung bereits verrät, botanisch mit der Roten Bete verwandt. Im Wuchs erinnert er allerdings mehr an Spinat und gleicht diesem nicht nur äußerlich, sondern auch in vielen Eigenschaften sowie in der Zubereitung und Verwendung.

Mangold ist ein Powerpaket!

Er ist eiweißhaltig, reich an Vitaminen und noch dazu kalorienarm. Neben der bereits erwähnten Oxalsäure enthält das Gemüse auch Folsäure, Natrium, Kalium, Jod, Magnesium sowie Eisen. Vor allem die bunten Sorten haben dank der enthaltenen Betalaine, die für die leuchtenden Farben verantwortlich sind, eine besonders antioxidative Wirkung. Mangold kann sowohl wohl, als auch erhitzt genossen werden. Wichtig: Aufgrund der enthaltenen Oxalsäure sollte bei Eisenmangel jedoch auf den Rohverzehr verzichtet werden.

 

 

Zutaten für den Boden:

150 g Dinkel, fein vermahlen
50 g Amaranth (gepufft) (oder alternativ 200 g Dinkel verwenden)
120 g rote Linsen, fein vermahlen, wenn keine Getreidemühle vorhanden ist, dann mit einem Schlagwerk zerkleinern (z. B. Mixstab)
1 TL Kräutersalz gern auch etwas Kurkuma
1 Ei
100 g Butter

Zubereitung:

Alle Zutaten miteinander verkneten. Evtl. 1–2 EL warmes Wasser dazugeben – dann wird die Masse geschmeidiger. Den Teig 1 Stunde ruhen lassen, eine Backform mit Butterpapier ausreiben und den Teig gleichmäßig darin ausbreiten. Etwa 2 cm Rand formen.

Mangoldtarte mit einem schönen Linsenboden

Zutaten für die Füllung:

5-7 Stangen bunter Mangold, klein geschnitten
1 TL Kräutersalz
1/2 TL Kurkuma
frischer Pfeffer
200 g Schmand
2 oder 3 Eier
4 EL Peccorino Käse gerieben
150 ml Kochwasser vom Mangold

Zubereitung:

Den Mangold 2–3 Minuten mit 150 ml Wasser im Dampf (Topf mit Deckel) blanchieren bis er zusammengefallen ist. dann abgetropft gleichmäßig auf dem Boden verteilen.
Schmand, Eier, Kurkuma, Pfeffer, Kräutersalz und das verbliebene Mangold-Kochwasser miteinander verquirlen und vorsichtig über den Kuchen gießen.

Den Käse kann man mit unter den Guss quirlen oder auf den Kuchen streuen oder erst nach dem Backen darüber reiben.

Backen:

Ca. 25–30 Minuten bei 175 Grad – Zeit ist vom Ofen abhängig – also immer schauen, ob der Kuchen eine schöne Farbe bekommt und die Eimasse gestockt ist.

Eine Idee für Vegetarier:

Wer keine Eier verwenden möchte, kann den Guss auch mit der doppelten Menge Käse und ca. 100 g vermahlenen roten Linsen andicken. Das kann ich mir gut vorstellen – habe es aber noch nicht ausprobiert.

Und noch eine Idee:

Ich hatte beim ersten Mal 4 Eier verwendet und auch mehr Mangold-Brühe, weil ich ihn in mehr Wasser blanchiert hatte. Also habe ich die übriggebliebene Eier-Masse in kleine feuerfeste Formen gegeben und gleich mit im Ofen stocken lassen. Am nächsten Tag gab es dann Backkartoffeln mit Spinat und den aus den Formen gestürztem Eierstich.

Alles findet eine Verwendung, nichts bleibt übrig. Wer gerade keine roten Linsen zu Hause hat, der vermahlt Kichererbsen zu Mehl und hat einen Kichererbsenboden oder gibt statt der Linsen die gleiche Menge an Kartoffeln oder Süßkartoffeln dazu! Siehe dazu auch die »Vollwert-Fibel für die ganze Familie« Seite 175. Sollte der Mangold gerade nicht zu haben sein, dann eignet sich Spinat oder ein schönes Körbchen voller Wildkräuter wie Giersch, Brennnessel, Knoblauchrauke (Kräuterkuchen Siehe dazu auch die »Vollwert-Fibel für die ganze Familie« Seite 173) oder ein dickes Bund Schnittlauch (Schnittlauchtarte) Siehe dazu auch die »Vitale Landküche aus dem Fläming« Seite 14.

Viel Genuss wünsche ich Euch!

1 Kommentar

  1. Karin

    Ja, wie wird es noch besser? Mit den Rezepten spielen ergibt immer wieder etwas Neues!!😍

    Antworten

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