Sauerkohl, Sauerkraut … Witwe Bolte von Wilhelm Busch hatte den Sauerkohl im Keller… dass Sie von dem Sauerkohle eine Portion sich hole … nur leider mussten für diesen Gaumenschmaus ihre 4 Hühner daran glauben …
Sauerkraut ist fermentierter Weißkohl. Dieser Fermentationsprozess macht das ohnehin gesunde Kraut nochmals gesünder, denn er lässt Bedingungen entstehen, unter denen sich probiotische Kulturen entwickeln. Im Unterschied zum Fermentieren von Gemüse, wird der Sauerkohl mit Salz und Gewürzen im eigenen Saft vergoren. Dazu muss der Sauerkohl ausreichend gestampft werden, damit sich die Gefäße öffnen und die dem Sauerkohl eigene Flüssigkeit austreten kann. Ist der Kohl mit dem eigenen Saft bedeckt, beginnt der Gärprozess ganz von Selbst.
Probiotische Kulturen im Sauerkohl sind lebende Bakterien, in diesem Fall Milchsäurebakterien, denen gesundheitsfördernde Effekte zugeschrieben werden. Unter anderem sollen sie das Wachstum der »guten« Darmbakterien fördern und mittels bestimmter Enzyme dafür sorgen, dass der Darm Vitamine und Mineralstoffe von Lebensmitteln besser aufnehmen kann.
Wichtig zu wissen: Probiotische Kulturen stecken nur in nicht-pasteurisiertem Sauerkraut. Denn das Erhitzen, um Lebensmittel haltbarer zu machen, zerstört die Milchsäurebakterien.
Sauerkraut wirkt sich allgemein positiv auf die Darmflora aus. Ist sie gesund, funktioniert die Verdauung besser. Das heißt unter anderem auch, dass Blähungen, Verstopfungoder Durchfall seltener auftreten. Jedoch sollte man an ballaststoffreiche Ernährung gewöhnt sein. Ansonsten tritt das Gegenteil ein.
Voraussetzung für den Erfolg ist also, dass man regelmäßig Vollwertkost genießt, dann kann der Körper das Sauerkraut gut verarbeiten und für sich nutzen. Wie auch bei Hülsenfrüchten empfehle ich hier, mit einer kleinen Menge zu beginnen und den Körper nach und nach an Sauerkraut zu gewöhnen.
Darmgesundheit und allgemeines Wohlbefinden sind miteinander gekoppelt. Entsprechend stärken die im Sauerkraut enthaltenen Milchsäurebakterien das Immunsystem, indem sie die Darmflora gesund halten. Auch die Darmwände werden kräftiger, was wiederum verhindert, dass unerwünschte Substanzen sie durchdringen, in den Körper gelangen und ihn krank machen. Darüber hinaus können Probiotika wie Sauerkraut auch bei der Genesung helfen, wenn Sie doch krank werden sollten.
Ein weiterer Inhaltsstoff, der das Immunsystem kräftigt, ist das im Sauerkraut enthaltene Vitamin C. Sauerkraut unterstützt die Abwehrkräfte also gleich doppelt. Dem Saukraut wird nachgesagt, dass er das Herz stärkt und ebenso die Psyche.
Jedoch Vorsicht: Sauerkraut ist mit Salz angereichert. Deshalb gilt – wie eigentlich für alles – es kommt auf die Dosis an. Ich möchte noch anfügen: Wundermittel gibt es nicht – das Wunder besteht in einer abwechslungsreichen Ernährung – und Sauerkraut ist ein wichtiger Teil davon.
Zutaten für Sauerkraut:
1 kg Weißkohl
20 g Salz
1 TL Kümmel oder Wacholderbeeren
1-Liter-Bügelgläser oder kleinere (der Vorteil von kleineren Gläsern ist, dass man sie vollständig aufbraucht)
kleines Schraubglas, etwa 125 ml
Zubereitung des Sauerkohls:
Die äußeren Blätter eines Weißkohls entfernen und zur Seite legen. Weißkohl mit einem großen Messer in sehr schmale Streifen schneiden oder raspeln. Weißkraut in eine Schüssel geben und salzen. Gut vermengen und solange mit den Händen kneten, bis sich genügend Flüssigkeit gebildet hat. Das Weißkraut in das Bügelglas füllen und immer wieder festdrücken, so dass die Flüssigkeit nach oben steigt und den Weißkohl bedeckt. Das Weißkraut muss von der Flüssigkeit vollständig bedeckt sein. Mit den ganzen Kohlblättern bedecken, herunterdrücken, mit dem kleinen Glas beschweren und verschließen. Für einen schnellen Start bei einer Temperatur von 22 Grad aufbewahren, ab dem dritten Tag darf es kühler sein. Nach 3 Wochen ist es schon verwendbar.
Sauerkraut – Rote Bete – Apfel – ein spannendes Trio
Zu gleichen Teilen, grob geriebene Äpfel, gekochte, geschälte Rote Bete und Sauerkraut mischen. Dazu Kräuterschmand reichen.
Ich wünsche allen, immer ein gut gefülltes Sauerkrautfass im Keller – und iviel Genuss


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