Vollwertkost

Mein Informationsangebot für Sie

Gesundheit ist ein Informationsproblem – und das in einer Zeit, in der wir durch Internet, Handy, Fernsehen oder Zeitschriften mit Informationen geradezu überflutet werden! Jeder Mensch ist einzigartig! Sie kennen sich selbst am besten und haben an Ihrer Gesundheit das größte Interesse, deshalb: Gehen Sie Ihren eigenen Weg und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung! Dazu möchte ich Ihnen drei Informationsangebote machen:

Vollwertkost Basis

Was ist vitalstoffreiche Vollwertkost? Welche Vorteile hat diese Ernährungsform? Kann ich damit Krankheiten vorbeugen oder gar meine Beschwerden lindern? Schmeckt das auch? Wie gelingt die Umstellung? Einen Überblick finden Sie hier.

Häufige Fragen

Seit vielen Jahren berate ich Betroffene mit Autoimmunkrankheiten. Die Rolle der Ernährung, der Lebensführung und der Umwelt wird in der ärztlichen Beratung leider oft unterschätzt. Häufig gestellte Fragen beantworte ich für Sie hier.

Newsletter Archiv

Mit meinem Newsletter DARMGESUND möchte ich Betroffenen von Autoimmunerkrankungen helfen, ihr Immunsystem zu stärken und langfristig zu stabilisieren. In meinem Newsletter-Archiv finden Sie die bisherigen Newsletter.

Was ist das: Vitalstoffreiche Vollwertkost?

Die vitalstoffreiche Vollwertkost zeichnet sich durch Frische, Natürlichkeit, Lebendigkeit und einen hohen Grad an biologischen Wirkstoffen aus. Für mich spielt die regionale und saisonale Küche dabei eine herausragende Rolle. Je erntefrischer und je weniger bearbeitet ein Lebensmittel ist, umso mehr Vitalstoffe sind darin noch enthalten.

Einer der Leitsätze der Vollwertkost von Ernährungsforscher Prof. Kollath (1892–1970) lautet:
»Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich.« Nicht nur die Grundnährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate sind wichtig, sondern alle biologischen Wirkstoffe, die der Organismus für die Verdauung und den Stoffwechsel benötigt.

Vitalstoffe

Zu den Vitalstoffen gehören: wasserlösliche und fettlösliche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Enzyme oder Fermente, Fettsäuren im natürlichen Verbund, Duft- und Aromastoffe sowie Faserstoffe (auch Ballaststoffe genannt). Je erntefrischer und je weniger bearbeitet ein Lebensmittel ist, umso mehr Vitalstoffe sind darin noch enthalten.

Vollwertkost in Kürze: Dos & Don´ts

Das sollten Sie täglich essen:
+ Frisches Getreide (zum Beispiel als Frischkorngericht oder Frischkornbrei) sowie Getreide in erhitzter Form (als Getreidebrei oder als -suppe, ungeschälter Reis, Vollkornbrot, und andere Vollkornprodukte)
+ Frischkost (Salate aus rohem Gemüse und Obst)
+ Natürliche Fette (wie in Butter, Sahne, Nüssen, Kernen, Saaten und kalt gepressten Ölen).

Das sollten Sie meiden:
– Fabrikzucker (weißer/brauner Zucker, Milch-, Frucht-, Trauben-, Malz- und Vollrohrzucker, Sucanat, Ur-Süße/-Zucker, Rapadura, (Ahorn-, Agaven-)Sirup, Frutilose, Apfel-/Birnendicksaft, Melasse, Maltodextrin)
– Verarbeitetes Obst (auch Säfte, Trockenfrüchte)
– Auszugsmehle
– Fabrikfette (Margarine, Bratfett, raffinierte Öle)

Vorteile der Vollwertkost

Der Blutzuckerspiegel steigt nicht unkontrolliert an, da »leere Kalorien« in der Natur nicht vorkommen. Es entsteht ein anhaltendes Sättigungsgefühl. Drei Mahlzeiten sind deshalb oft ausreichend, und auf Zwischenmahlzeiten kann problemlos verzichtet werden. Rohkost ist enzym- und vitaminreich und liegt somit nie schwer im Magen. Eine Umstellung auf Vollwertkost ist deshalb in jeder Lebensphase möglich. Die Ernährung kann nicht nur lindern, sondern auch heilen, sie verbessert zudem das Allgemeinbefinden.

Schmeckt denn das auch?

Essen soll schmecken! Wir kennen das von der natürlichen Reaktion unserer Kinder: »Iss´, das ist gesund« führt in keiner Weise zum Erfolg, wenn es nicht auch lecker ist. Vollwertkost ist gesund UND lecker! Vollwertkost ist ob ihrer Frische immer farbenfroh, bietet eine große natürliche Aromenvielfalt, gibt reichlich Stoff zum Kauen, verlängert den Genuss, so dass wir das Gefühl der Sättigung bewusst erleben. In der herkömmlichen Ernährung gibt es kaum Produkte, die nicht überzuckert und übersalzen sind. Wer auf Vollwertkost umstellt, wird erleben, wie das Geschmacksempfinden zurückkehrt.

Was ist mit Kalorienzählen?

Die vitalstoffreiche Vollwertkost ist keine Diät. Sie ist ausgesprochen vielfältig, sättigend und heilend. Wir werden länger satt. Das liegt nicht nur an den  reichhaltigen Faser- und Vitalstoffen, sondern auch am Zucker, der in allen Vollkorn-Lebensmitteln und Früchten enthalten ist. Er wird langsam und gleichmäßig – über viele Stunden – an das Blut abgegeben. Wir haben in der Folge einen konstanten Blutzuckerspiegel. Die meisten kommen durch diese Vorteile mit zwei bis drei Mahlzeiten am Tag aus – hier muss jeder sein Maß finden. Kalorienzählen entfällt. Der Körper erreicht meist innerhalb weniger Monate sein Optimalgewicht.

Wie macht man das mit dem Ernährungsumstieg?

Wir Menschen sind nicht nur in unserem Denken und Fühlen sehr unterschiedlich, auch unsere Physiologie funktioniert ganz individuell. Für den Ernährungsumstieg gibt es unterschiedliche Wege. Hier muss jeder in sich hineinhören und seinen persönlichen Weg finden. Drei mögliche Wege möchte ich im Folgenden aufzeigen.

Weg 1: Schritt für Schritt

Ein langsamer Umstieg kann für Menschen mit vielen Empfindlichkeiten, aber auch für Menschen ohne Beschwerden, sinnvoll sein. Und so geht es Schritt für Schritt:

ERSTENS den Tag mit einem Frischkorngericht beginnen. ZWEITENS vor jeder Mahlzeit reichlich Rohkost genießen. DRITTENS nach und nach »die Schränke aufzuräumen« und alle Fertigprodukte verschwinden zu lassen; diese werden ersetzt durch: Getreide und Vollkornprodukte, Gemüse und Obst, Kräuter. Kartoffeln gibt es nur noch als Pellkartoffeln, Nudeln in der Vollkornvariante, Reis als Vollkorn- oder Naturreis.

Die große Vielfalt der Getreidesorten, Nüsse und Saaten ermöglicht neue Rezepte. Frische Kräuter und Gewürze kommen dabei ganz groß ´raus!

Weg 2: Nach dem Fasten

Für jedermann, besonders aber für Menschen mit massiven Beschwerden oder Überempfindliche, empfiehlt sich ein Einstieg über das Fasten. Es müssen nicht immer 14 Tage oder eine Woche sein, auch ein bis zwei Tage oder das Intervallfasten (nur 8 Stunden Nahrungsaufnahme, 16 Stunden Ruhe – nur Wasser trinken) sind eine gute Möglichkeit. Der Vorteil des Fastens ist, dass das komplette Verdauungssystem zur Ruhe kommt, sich reinigen, entgiften und heilen kann; und dann auch mal nichts tun darf. Es sollte beim erstmaligen Fasten, besonders wenn man Kreislaufbeschwerden befürchtet oder die 60 überschritten hat, ein Arzt zu Rate gezogen werden. Bei Untergewicht möchte ich das Fasten nicht empfehlen.

Weg 3: Nach Rohkosttagen

Die bessere Wahl sind dann Rohkosttage, die natürlich Jedermann und Jedefrau von Zeit zu Zeit genießen kann. Die Ballaststoffe der Rohkost reinigen den Darm, entgiften ihn, die Quellstoffe nehmen Giftstoffe auf und transportieren sie hinaus, Faserstoffe säubern den Darm, pflegen ihn und sind nicht zuletzt die optimale Nahrungsgrundlage für das Mikrobiom – unser Immunsystem, das sich davon nicht nur ernährt, sondern allerlei wichtige Wirkstoffe daraus produziert. Ob eine Rohkostwoche, zwei bis drei Tage oder jede Woche einen Rohkosttag, das sollte jeder für sich ausprobieren.

Vollwerternährung als Therapieansatz

Wenn man sich mit der vitalstoffreichen Vollwertkost beschäftigt, trifft man schnell auf den Namen Dr. Max Otto Bruker. Der Allgemeinarzt (1909-2001) hat über Jahrzehnte die praktische Beweisführung für die Vollwertkost gelegt. Dr. Werner Kollath und Dr. Maximilian Bircher-Benner haben sie begründet. Nach Dr. Brukers praktischer Erfahrung als leitender Arzt über Jahrzehnte ist ein langjähriger Vitalstoffmangel einer der Hauptgründe für ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten, die in der Bevölkerung stetig zunehmen. 

Jahrzehntelang war die vitalstoffreiche Vollwertkost eine der wichtigsten Therapieansätze bei der Behandlung seiner zahlreichen Patient*innen. Sein Standardwerk »Unsere Nahrung, unser Schicksal« kann ich deshalb empfehlen. Neben vielen anderen ist es auch die Grundlage der Ausbildung von einigen tausend Gesundheitsberater*innen. 1978 hat Dr. Bruker die »Gesellschaft für Gesundheitsberatung« gegründet, die völlig unabhängig daran arbeitet, das Verantwortungsbewusstsein der Menschen der eigenen Gesundheit gegenüber zu erhöhen. Ich habe hier die Grund- und die Aufbauausbildung zur Gesundheitsberaterin absolviert.

Häufig gestellte Fragen und
meine Antworten zur vitalen Vollwertkost

Seit vielen Jahren berate ich Betroffene mit Autoimmunkrankheiten. Der Neuanfang ist für viele nicht leicht, denn es fehlen die Informationen. Auch gibt es in unserer an Medikamenten orientierten Gesellschaft zu wenig Rat für Alternativen und für die Selbsthilfe. Deshalb mein Angebot: Ich beantworte hier Ihre Fragen, mit denen ich oft konfrontiert werde. Bitte beachten Sie, dass Sie von mir keinen ärztlichen Rat erhalten. Meine Informationen beruhen auf persönlichen Erfahrungen.

Ihre Michaela Barthel 

Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel?

Schon in der Antike und im Mittelalter waren Gelehrte auf der Suche nach dem Antidot für menschliche Gebrechen. Waren es in der Vergangenheit exotische Pflanzen oder Tiere, aus den Mixturen und Elixiere mit vermeintlich stimulierender oder verjüngender Wirkung herstellt wurden, sind es heute Nahrungsergänzungsmittel, die diesen Zweck erfüllen sollen. In unserer auf Leistung und Zeiteffizienz getrimmten Gesellschaft sind Menschen geneigt, statt auf eine ausgewogene Ernährung auf »functional food« zu setzen. Wir können dieses sogar synthetisch herstellen. Sie stellen einen riesigen Markt dar. Die Werbung für diese Produkte verspricht häufig schnelle Effekte ohne großen Aufwand.

Es gilt aber weiterhin folgende Regel: Wenn eine bioaktive Verbindung von ihrer natürlichen Quelle beziehungsweise Umgebung isoliert angewendet wird, dann ist die spezifische Wirkung geringer, als wenn sie als Lebensmittel in natürlichem Verbund aufgenommen wird. Das bedeutet: Natürliche Nahrung mit den benötigten bioaktiven Substanzen liefert uns all´ das, wonach viele Menschen auf der Suche sind! Deshalb meine Empfehlung: Ernähren Sie sich mit vitalstoffREICHERVollwertkost. Das ist natürliches »fuctional food«. Es schmeckt abwechslungsreich, schont die Haushaltskasse und stärkt die heimische (Land)Wirtschaft. 

Welche Hausmittel gegen Durchfall/Verdauungsbeschwerden?

Apfel

Alte Apfelsorten sind bekömmlicher als neu gezüchtete Sorten. Man erkennt sie daran, dass sie, aufgeschnitten oder angebissen, braun werden. Die Schale von Äpfeln ist reich an Pektin. Pektin bindet Wasser und ist daher bei Durchfall empfehlenswert. Der Apfel sollte mit Schale gerieben werden und circa 15 Minuten stehengelassen werden, damit er sich verfärben kann. Die Apfelmasse löffelweise essen. Ähnlich wirksam sind geriebene Möhren und gequetschte Bananen.

Heilerde

Heilerde ist reich an Mineralien und Spurenelementen wie Kieselsäure, Eisen, Kalium, Calcium, Magnesium, Selen, Zink, Fluor und Kupfer. Es handelt sich um Löß-, Lehm-, Ton- oder Moorerden. Bei Sodbrennen und säurebedingten Magenschmerzen saugt Heilerde überflüssige Magensäure wie ein Schwamm auf. Dazu sollte man dreimal täglich ein bis zwei Teelöffel Heilerde in ein halbes Glas Wasser einrühren und in kleinen Schlucken trinken, da Heilerde im Magen Gifte bindet und die Vermehrung von Keimen verhindert. Bei akutem Durchfall sollten mehrere Teelöffel Heilerde im Verlauf weniger Stunden eingenommen werden. Dabei sind die Anwendungshinweise auf der Verpackung zu beachten. Es gibt Heilerde für innen und für die äußere Anwendung. Bei Hämorrhoiden und Fissuren ist Heilerde, mit etwas Salbengrundlage gemischt, hilfreich.

Flohsamenschalen

Flohsamenschalen wirken mild abführend bei Verstopfung sowie regulierend bei Durchfall. Die Wirkung der Heilpflanze bei diesen Gesundheitsproblemen gilt als anerkannt. Flohsamen bestehen zum Großteil aus Ballaststoffen und sind deshalb ein gutes Quellmittel. Die in den Samen enthaltenen Schleimstoffe binden im Darm Wasser und können um das zehn- bis 15-fache des eigenen Volumens aufquellen. Die Folge ist die Anregung der Verdauung. Ich empfehle, nicht die ganzen Samen anzuwenden, sondern die Flohsamenschalen in einem Mixer zu zerkleinern. Bei Durchfall binden sie die vorhandene überschüssige Flüssigkeit im Darm, wodurch sich der Stuhl verdichtet. Bei bakteriell verursachten entzündlichen Darmerkrankungen, meist begleitet von Durchfall, binden die Schleimstoffe der Flohsamen zudem die Gifte der Bakterien. Das lindert die Entzündung und schützt die Darmschleimhaut vor weiteren Schädigungen. Die Schleimstoffe der Flohsamenschalen legen sich schützend auf eine gereizte oder entzündete Darmschleimhaut. Die Anwendungshinweise lesen Sie bitte auf der Packungsbeilage.

Leinsamen

Die älteste überlieferte Erwähnung des Leins als Heilmittel stammt von Hippokrates um 500 v. Chr. Er beschreibt ihn als wirksam gegen Katarrhe, Leibweh und Durchfälle. Paracelsius vertraute auf den Schleim der Leinsamen als Mittel gegen Husten. Kneipp verwendete den Leinsamen zur Schmerzlinderung und gegen Geschwüre und Entzündungen des Verdauungsapparats. Ich empfehle, nicht die ganzen Samen anzuwenden, sondern die Leinsamen in einem Mixer zu zerkleinern. Alternativ Leinsamenschleim aus einem Teil geschroteter Leinsamen und drei Teilen Wasser herstellen, kurz aufkochen lassen, etwa 30 Minuten quellen lassen. Zusätzlich, über den Tag verteilt, viel trinken! Ölmühlen bieten auch oft »Leinkuchen« an – das ist der Trester vom Pressen des Leinöls. Der Leinkuchen kann (wie auch Flohsamenschalen oder Leinsamen) z. B. täglich dem Frischkorngericht beigemischt werden. Damit Leinsamenschrot ausreichend aufquellen kann, muss viel getrunken werden – mindestens 2–3 Liter pro Tag! Bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr kann der Leinsamen selbst eine Verstopfung begünstigen. Leinsamen dürfen bei Darmverschluss oder Verengungen der Speiseröhre nicht zum Einsatz kommen. Die Aufnahme anderer Arzneistoffe kann durch Leinsamen behindert werden.

Für eine gute Verdauung – welche Frischkostrezepte sind geeignet?

Die Rezepte sind auch für Betroffene von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen geeignet, insbesondere für den Start in eine Ernährungsumstellung. Nach meinen ganz persönlichen Erfahrungen auch beim Krankheitsschub von Colitis ulcerosa.

Frischkost voraus: Frischkorngericht nach Dr. Bruker

Zur Verhütung ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten ist der tägliche Genuss von Frischgetreide in Breiform die unentbehrliche Grundlage. Getreide in Form von Vollkornbrot allein genügt nicht. Der Frischkornbrei ist das Zentralstück jeder biologisch vollwertigen Kost. Das Frischkorngericht wird aus einer einzelnen Getreideart oder einer Mischung hergestellt (zum Beispiel Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Hirse …). Von dieser Mischung werden drei Esslöffel durch eine Kaffeemühle oder Getreidemühle grob geschrotet. Das Mahlen muss jedes Mal frisch vor der Zubereitung vorgenommen werden. Nicht auf Vorrat mahlen! 

Das gemahlene Getreide wird mit ungekochtem, kaltem Leitungswasser zu einem Breit gerührt und mehrere Stunden (bis zu zwölf) stehengelassen. Die Wassermenge wird so berechnet, dass nach der Quellung nichts weggegossen werden muss. Nach etwa fünf bis zwölf Stunden wird dieser Brei durch den Zusatz von frischem Obst (je nach Jahreszeit, keine Trockenfrüchte!), Zitronensaft, ein Esslöffel Sahne, geriebenen Nüssen, nach Art des Bircher-Benner-Müslis, genussfähig gemacht. Solange verfügbar, sollte man immer einen Apfel hinein reiben und sogleich untermischen. Der geriebene Apfel macht den Frischkornbrei besonders luftig und wohlschmeckend. Es ist ohne Belang, zu welcher Tageszeit diese Speise genossen wird.

Auch die Zubereitung nach Dr. Evers ist zu empfehlen:

Drei Esslöffel Roggen oder Weizen (keine Mischung) werden über Nacht (etwa 12 Stunden) mit ungekochtem, kaltem Leitungswasser eingeweicht. Am Morgen werden die Körner in einem Sieb mit frischem Wasser gespült. Dieser Vorgang wird so lange fortgesetzt (im Durchschnitt drei Tage), bis die Körner keimen und die Keimlinge ca. 1/3 cm lang sind. In der Keimzeit sollen die Körner möglichst bei Zimmertemperatur stehen (d. h. nicht zu kalt und nicht zu warm). Diese gekeimten Körner können mit Zutaten versehen werden, wie beim Frischkornbrei angegeben. Sie sind gründlich zu kauen.

Der Ratschlag, Roggen und Weizen getrennt zum Keimen aufzustellen, beruht darauf, dass die beiden Getreidearten verschieden lange Keimzeiten haben. Diese seit Jahrzehnten bewährten Zubereitungsarten sind für jeden bekömmlich, auch für den Magen-Darm-Empfindlichen. Von anderen Zusammenstellungen ist abzuraten, um Unverträglichkeiten zu vermeiden.«* *(Aus: »Unsere Nahrung – unser Schicksal« von Dr. med. M. O. Bruker. Seite 327 ff., emu verlag)

Hinweise zur Frischkost allgemein

»Ein gewisser Teil der Nahrung wird in naturbelassener Form genossen. Dieser sogenannte Frischkostanteil besteht zu etwa 2 Dritteln aus rohen, als Salate zubereiteten Gemüsen und etwa einem Drittel aus rohem Obst. Das Gemüse sollte zur Hälfte unter der Erde und zur anderen Hälfte über der Erde gewachsen sein. Das Verhältnis des Frischkostanteils zur Gesamtnahrungsmenge ist abhängig von dem Grad des Gesundheitswunsches des einzelnen. Je mehr Frischkost, um so größer ist die vorbeugende und heilende Wirkung. Bei bestimmten Erkrankungen und bei besonders schweren Krankheitsformen kann es nötig werden, für eine gewisse Zeit reine Frischkost zu genießen. … gilt die Regel, je schwerer die Krankheit, um so natürlicher die Nahrung.« *(Aus: »Unsere Nahrung – unser Schicksal« von Dr. med. M. O. Bruker. Seiten 324–330, emu verlag)

Frischkost immer VOR JEDER Mahlzeit. Je größer der Anteil, um so besser!

Gibt es auch »was Warmes« zur guten Verdauung?

Karottensuppe nach Prof. Ernst Moro

Diese Karottensuppe ist ein gutes Hausmittel gegen Durchfall und Bauchschmerzen und pflegt die Darmflora. Bei allen Darmkrankheiten, auch bei Kleinkindern, ist diese Suppe empfehlenswert. Wer Durchfall hat, sollte die Suppe gleich zu Beginn der Beschwerden mehrmals täglich essen, um die Durchfallbakterien schnell wieder loszuwerden.

Und so geht sie: Ein halbes Kilo Karotten schälen, mit 1 Liter Wasser in einen Topf geben und eine Stunde lang auf kleiner Flamme weich köcheln. Anschließend pürieren. Mit kochendem Wasser wieder auf 1 Liter auffüllen und leicht salzen.

Historie: Mit dieser Karottensuppe gelang es Prof. Ernst Moro im Jahre 1908, die Sterbe- und Komplikationsrate von Kindern mit Durchfallerkrankungen drastisch zu senken. Der Ordinarius der Heidelberger Kinderklinik verwendete das einfache Rezept nach alten Hausmitteln und rettete damit viele Kinder in seiner Klinik. Ich erinnere mich noch gut daran: Als meine Kinder klein waren, gab es Babygläschen mit der Aufschrift »Möhre pur« – das war zu DDR-Zeiten ein sicheres, gut verträgliches Hausmittel, besonders für Kleinkinder bei Durchfall – diese waren aber auch als Zusatz für Kinderbreie gut geeignet.

Habermus

Hildegard von Bingen hat den Dinkel für das Habermus favorisiert und es mit Milch zubereitet. Milch ist heute kein natürliches Lebensmittel mehr und wird auch nur von wenigen Menschen vertragen. 

Deshalb mein Vorschlag: 200 ml Wasser in einen Topf geben, 100 g Dinkelflocken und Gewürze (ein TL Bertram sowie ein TL Galgant und/oder Ingwer) einrühren, aufkochen und quellen lassen. Wird er zu dick, etwas mehr Wasser zugeben. 1 Apfel (mit Schale!), gewürfelt oder gerieben, mit ein TL Zitronensaft und zwei EL Bio-Sahne (Bio-Sahne enthält kein Carrageen, viel Fett, aber wenig Eiweiß und ist deshalb gut verträglich) unter das Mus rühren. Mit etwas Zimt würzen, mit angerösteten Mandeln und Moos- oder Heidelbeeren (circa zwei EL, getrocknet) anrichten.

Haferschleim 

Haferschleim beruhigt Magen und Darm. Der Hafer sollte sehr fein geflockt sein, so ist er bekömmlicher. Zwei EL Schmelzflocken in 250 g Gemüsebrühe kochen, wenig salzen und unter Rühren zum Kochen bringen. Köcheln, bis es eingedickt ist.

 

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Die Krankheiten Colitis ulcerosa und Rheuma haben mich viele Jahre sehr belastet. Aber ich wollte mich nicht so einfach geschlagen geben. Die Ernährung und eine umfangreiche Lebensumstellung waren bei mir die entscheidenden Veränderungen. Seit 20 Jahren bin ich schon beschwerdefrei und gebe meine Erfahrungen und mein Wissen gern weiter. Hier können Sie sich für den Newsletter DARMGESUND anmelden, um über neue Rezepte, Artikel und Angebote informiert zu werden. Außerdem sehen Sie das Archiv aller bisher versandten Newsletter. Ich wünsche Ihnen viel Freude und Anregung bei der Lektüre. 

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Superfood

Das klingt nach Superman oder Superwoman – verleihen uns exotische Früchte und Samen uns wirklich Superkräfte? Für mich ist Superfood etwas anderes – und das gibt es tatsächlich! Lesen Sie mehr in meinem Newsletter als pdf zum Download hier:

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Süße Snacks

Süß ist Genuss. Süßes kommt in der Natur im – natürlichen Verbund, also zusammen mit allen Vitalstoffen die der Körper benötigt, um die Energie für uns verfügbar zu machen, vor. Natürlich süß, ist so sogar gesund! Hier einige Rezepte:

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»Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich …« Ist die Grundaussage der vitalstoffreichen Vollwertkost. Wenig verarbeitet wird, bedeutet auch wenig Aufwand! Es ist also einfacher als wir denken, sich auch im Urlaub vollwertig zu ernähren.

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Kneippen fürs Immunsystem

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Kontakt

Michaela Barthel

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